Warum wir gender-neutrale Sprachassistenten brauchen

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Siri, Alexa und Cortana haben eins gemeinsam: Alle diese Sprachassistenten starteten zunächst mit weiblichen Stimmen oder sind noch immer rein weiblich.

Auf den ersten Blick gibt es keinen guten Grund dafür – im Unterbewusstsein haben wir aber starke Assoziationen, die wir mit bestimmten Geschlechtern und ihren Stimmen verbinden. Nur 2 Beispiele aus dem Artikel: Weltweit launchte Apple Siri mit weiblicher Stimme – nur in Großbritannien war Siri von Anfang an männlich. Der Grund ist laut npr, dass in Großbritannien traditionell Butler und Diener männlich waren und deshalb männliche Sprachassistenten eher akzeptiert wurden. Der zweite Punkt ist sogar noch skurriler: Als BMW einen weiblichen Sprachassistenten in seine Autos einbaute, bekam der Konzern reihenweise Beschwerdebriefe, weil sich die (meist männlichen) Autofahrer nicht von einer Frau bevormunden lassen wollten.

Ich würde sagen: es gibt nicht einmal einen guten Grund dafür, einem Computer überhaupt ein Geschlecht zu geben. Klar ist: Die weiblich oder männlich angehauchte Stimme soll den Assistenten menschlicher machen – aber genau in diesem Zusammenhang liegt ja die fehlerhafte Annahme, dass Menschen nur in 2 klar definierten Geschlechtern vorkommen.

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